Donnerstag, 15. November 2007

Ode an Hip Hop

Ich war zum ersten mal seit Jahren wieder innem HipHop schuppen und hab die ganze Nacht überglücklich durchgetanzt. Mag sich jetzt trivial anhören, aber da ja so gut wie keiner von euch diese Musik hört hab ich schon fast vergessen wie es gut es ist dazu mit dem Arsch zu wackeln – in diesem Sinne greetings an Bahar, an die ich sehr an dem Abend gedacht habe. Das machen wir bald zusammen mal, Arschwackeln meine ich natürlich ;-)

Getting ready for the Cream
Einen Monat später das Kontrastprogramm: Creamfields – Buenos Aires 2007!!! Einen ganzen Tag lang - das Elektro-Dance-Festival des Jahres. 12 Stunden non Stopp durchtanzen (und das ohne Drogen – ehrlich ;-)Seit eben diesem letzten Wochenende bin ich auch ganz offiziell Elektro-Fan. Beim Ausgehen höre ich aus Mangel an Alternativen hier eh nichts anderes, bin es also gewohnt, aber Creamfields war anders, besser, geiler!!!Reisen Gelände, 8 Bühnen, guuude Laune und der Headliner waren die Chemical Brothers.Wer mich kennt, weiß, dass ich weder Konzerte, noch Festivals noch Menschenmassenaufläufe mag. Gut, ich hab mich von dem Hype mitreißen lassen und mir ne Karte gekauft und es hat sich gelohnt.Nach 7 Stunden gemütlichem tanzen kam um 24 Uhr endlich der Hauptact dran. Wir standen ganz lässig vor der Hauptbühne und haben den Aufbau abgewartet nach und nach kamen doch einige der halben Million Leute dazu. Als die Chemischen Brüder dann endlich auf die Bühne standen konnte ich kein Schrittchen mehr machen und habe versucht mit meinen Armen ein bisschen Platz vor mir zu schaffen um wenigstens noch atmen zu können. Als die sie dann mit Galvanize anfingen war die Stimmung am kochen. Die Euphorie ist nicht zu beschreiben ebenso wenig das Gefühl der Anspannung bis zum ersten Bass – welches ewig lange hinausgezögert wurde. Es war wie eine unendlich Befreiung als die Druckwelle der ersten Baseline durch die Menschenmasse rollte, die zuckenden Gliedmaßen der vollgepumpten Jugend erlöste und die Erde bebte – von der Musik und vor allem von den 500.000 hüpfenden Menschen. Und klein HipHopHannah mittendrin. Die Stimmung war wirklich der Hammer und Lu und ich haben uns völlig mitreißen lassen und geschrieen und getanzt und völlig hysterisch gelacht wenn unsere Blicke sich trafen. Irgendwann hat sich dann aber mein Großhirn ganz kurz gemeldet, als mal wieder die ganze Masse nach rechts oder nach links geschubst wurde, und sagte: wenn du jetzt hinfällst bist du tot!!! Dieser kleine Impuls kam dann immer häufiger und irgendwann hatten wir beide echt Panik und haben uns unseren Weg durch die nicht enden wollende Masse von lauter glücklichen, tanzenden Menschen mit Sonnenbrillen in die Peripherie gebahnt. Nach weiteren 6 Stunden tanzen hat uns die Kälte (es hatte in der Nacht nur um die 5 Grad) übermannt und wir sind nach Hause – fix und fertig aber glücklich.Trotz allem ist Elektro irgendwie komisch: so viele Menschen tanzen zur gleichen Zeit am gleichen Ort zur selben Musik und trotzdem fühlt man sich völlig isoliert. Da ist mir Hip Hop manchmal doch lieber, da liegt wenigstens Erotik in der Luft und ich kann meinem Papa die Frage mit einem lächeln beantworten, die er mir früher nach dem Moldering (meine ehemalige Tanzschule in Ulm) immer gestellt hat: „Und, mit wem hast du getanzt?“
"Perücken und Bart" Party mit Alex, Lu, Ricardo, Bea, Stefan,...

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hip Hop! Hip Hop! Hip Hop! Yeah yeah yeah und wie schön, dass du an mich gedacht hast. Viele Old-School-Grüße schickt und einen "fetten" Kuss schickt dir BlackBeatBahar